{"id":19,"date":"2015-10-27T19:58:53","date_gmt":"2015-10-27T18:58:53","guid":{"rendered":"http:\/\/mtv-isenbuettel-judo.de\/wordpress\/?page_id=19"},"modified":"2024-04-26T11:14:38","modified_gmt":"2024-04-26T10:14:38","slug":"geschichte-des-judo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mtvi-judo.de\/wordpress\/geschichte-des-judo\/","title":{"rendered":"Der sanfte Weg"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Put all your power, all your focus and all your effort in one movement. That is a judo throw.\u00a0<\/em>[Tsuba Goya]<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Judo bedeutet w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt &#8222;der sanfte Weg&#8220; und\u00a0ist eine moderne Kampfsportart aus Japan. Gelehrt wird nicht nur das sichere Fallen, sondern auch eine Vielzahl von Wurf- und Grifftechniken.\u00a0Judo f\u00f6rdert in besonderem Ma\u00dfe Reaktionsf\u00e4higkeit,\u00a0Kraft und\u00a0Geschicklichkeit.\u00a0Die besondere Wertevermittlung erzieht\u00a0zu H\u00f6flichkeit, Achtung, R\u00fccksichtnahme und Aufmerksamkeit gegen\u00fcber seinen Mitmenschen und st\u00e4rkt ganz nebenbei Selbstbewusstsein und Wohlbefinden.<\/p>\n<p>Welche Regeln essentiell f\u00fcr einen Wettkampf sind, findest du <a href=\"http:\/\/mtvi-judo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Fact-Sheet-Judo.jpg\">hier<\/a> kurz und verst\u00e4ndlich vom DOSB in seiner <em>Olympiakampagne 2024<\/em> erkl\u00e4rt.<\/p>\n<h6>Auf sanftem Weg zum Sieg<\/h6>\n<p>Nachgeben und doch siegen &#8211; f\u00fcr europ\u00e4isches Denken schier Unm\u00f6gliches nahm sich der japanische Student Jigoro Kano vor, als er in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts versuchte die uralten Kampfk\u00fcnste der alten Kriegerkaste der Samurai als Mittel der Leibeserziehung wiederzubeleben. Angeregt auch durch seinen Lehrer, den deutschen Mediziner Erwin von Baelz, formte Kano aus dem traditionellen Jujutsu (heute Jiu-Jitsu oder sanfte Kunst) den Zweikampfsport Judo. 1882 gr\u00fcndete er in Tokio die &#8222;Schule zum Studium des sanften Weges&#8220;, das Kodokan. Dass Judo einmal als knallharter Wettkampfsport seinen Weg um die Welt machen w\u00fcrde, daran hat sein durchgeistigter Begr\u00fcnder gewiss niemals gedacht.<\/p>\n<h6>Europa auf dem Vormarsch<\/h6>\n<p>Es waren zuerst die Europ\u00e4er, die die wirksamen Judotechniken Kanos begierig aufnahmen. Sie lernten von den Asiaten, den gro\u00dfen Meistern, und ausgerechnet beim ersten olympischen Judoturnier 1964 in Tokio haben sie mit ihrer resoluten Einstellung und urigen Kraft den Nimbus der Japaner zerst\u00f6rt. Der 1,96 Meter gro\u00dfe H\u00fcne Anton Geesink entriss als erster westlicher Judoka den Japaneren den Lorbeer in der Allkategorie, in der K\u00f6nigsklasse des Judo. 1968 in Mexiko strich der Ausrichter das Judo aus dem olympischen Programm, 1972 in M\u00fcnchen wiederholte Geesinks Landsmann Wim Ruska mit den Olympiasiegen im Schwergewicht und in der offfenen Klasse dessen Kunstst\u00fcck. Nach und nach r\u00fcckten die Franzosen, die Russen und auch die Deutschen bei den gro\u00dfen Turnieren in den Mittelpunkt des Geschehens. 1980 in Moskau holte Dietmar Lorenz (DDR) das erste olympische Gold f\u00fcr die Deutschen, ihm folgte 1984 Frank Wieneke und bei den olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona griffen erstmals auch die Frauen nach den begehrten Medaillen. 2004 wurde Yvonne B\u00f6nisch die erste weibliche Olympiasiegerin im Judo f\u00fcr Deutschland. Vier Jahre sp\u00e4ter &#8211; bei den Olympischen Spielen in Peking &#8211; errang der Reutlinger Ole Bischof in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm als f\u00fcnfter Deutscher eine olympische Goldmedaille. Wiederum vier Jahre sp\u00e4ter erk\u00e4mpfte sich Bischof in London die Silbermedaille.<\/p>\n<p>Udo Quellmalz ist bis heute der erfolgreichste deutsche Judoka. 1991 und 1995 errang er den Weltmeistertitel. 1996 gewann er zudem die Goldmedaille in Atlanta, nachdem er vier Jahre zuvor bei den Spielen in Barcelona bereits eine Bronzemedaille erk\u00e4mpft hatte. Als erfolgreichster Leichtgewichtler bis 60 Kilogramm gilt der M\u00fcnchener und Richard Trautmann, der 1992 und 1996 jeweils Bronze bei den Olympischen Spielen gewann.<\/p>\n<h6>Judo als vielschichtige und moderne Kampfsportart<\/h6>\n<p>Heutzutage findet das Judotraining in unterschiedlichen Formen, entsprechend den unterschiedlichen Interessen der Judoka statt. Einige Sch\u00fcler trainieren auf Wettk\u00e4mpfe hin, um m\u00f6glichst effektiv an Turnieren teilnehmen zu k\u00f6nnen. Andere Sch\u00fcler besch\u00e4ftigen sich mit der traditionellen Form (Kata) von Judo. Wieder andere betreiben Judo als Methode der Selbstverteidigung und greifen auch wieder einige Jujutsu-Techniken auf.<\/p>\n<p>Durch die Ausgeglichenheit zwischen Erziehung und K\u00f6rperert\u00fcchtigung, Verteidigung und Angriff sowie Niederlage und Sieg ist es besonders f\u00fcr Kinder und Jugendliche eine gute Sportart. Sie fordert K\u00f6rper und Geist und macht dabei auch noch sehr viel Spa\u00df!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Put all your power, all your focus and all your effort in one movement. 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