Isenbütteler Nachwuchsjudoka erfolgreich in Northeim

Die Bezirksmeisterschaft der U11 und das Regionsturnier U15 in Northeim hatten am 01.03. alles, was ein gutes Turnier braucht: Spannung, Jubelschreie, nervöse Coaches am Mattenrand – und jede Menge starke Würfe aus Sicht des MTV Isenbüttel.

Schon am Morgen war klar: Die Isenbütteler Judoka waren nicht zum Sightseeing angereist. Während andere noch ihre Gürtel sortierten, standen unsere Kämpferinnen und Kämpfer bereits zum warm-up auf der Matte – oder versuchten zumindest, so auszusehen, während im Hintergrund die Aufregung leise Purzelbäume schlug.

In der U11 zeigte der Nachwuchs, dass Kampfgeist nichts mit Zentimetern zu tun hat. Mit beherztem Angriffsjudo beeindruckendem Durchhaltevermögen sammelten die jungen MTV-Judoka Punkt um Punkt. Besonders bemerkenswert: Aufgeben war heute offenbar keine gültige Technik im Regelwerk unserer Kids. Selbst nach einem Rückstand wurde weiter gekämpft, als gäbe es Bonuspunkte für Sturheit – die es zwar offiziell nicht gibt, die aber definitiv Eindruck hinterließen. Besonders überzeugen konnten dabei Kira Miethe und Neu-Isenbütteler Bennet Barby, die all ihre Kämpfe für sich entschieden und sich nun zu Recht mit dem Bezirksmeistertitel 2026 ihrer Gewichtsklasse schmücken dürfen. Nora Rhode musste sich lediglich gegen die spätere Siegerin geschlagen geben und gewann am Ende die Silbermedaille.

In der U15 wurde das Niveau spürbar intensiver. Hier ging es nicht mehr nur um Mut, sondern auch um Strategie, Timing und die berühmte Sekunde Geduld vor dem entscheidenden Wurf. Die Isenbütteler Athletinnen und Athleten zeigten starke Kombinationen, sehenswerte Ippons und vor allem eines: Nervenstärke. In einem reinen Isenbütteler Finale -40kg bezwang Nikolai Kositsyn seinen Teamkollegen Tom Alexandro Glöckner. Beide waren bis dato unbesiegt durch die Vorrunde und die Halbfinals marschiert. Theo Möhle, der es mit deutlich älterer Konkurrenz zu tun hatte, errang ebenso wie Ben Blum die Silbermedaille. Beide Kämpfer sind offiziell noch für die U13 startberechtigt und setzten mit den Regionsvizetiteln der Altersklasse U15 ein Ausrufezeichen.

Was den MTV Isenbüttel besonders auszeichnete, war der Zusammenhalt: nach jedem Kampf standen die Teamkameraden bereit, klatschten ab, bauten auf und analysierten gemeinsam die entscheidenden Momente. Genau dieser Teamgeist machte den Unterschied und verwandelte die Meisterschaft in mehr als nur einen erfolgreichen Wettkampftag.